Politik und Ökonomie – viele lässt das kalt

Umfragen belegen immer wieder, dass die Mehrheit der Deutschen nur über ein geringes Interesse an politischen und ökonomischen Fragestellungen verfügt. Dies ist bedenklich – insbesondere wenn man sich vor Augen führt, dass der Komplexitätsgrad unserer modernen Gesellschaft weiter zunimmt. Für jeden Einzelnen wird die Notwendigkeit weiter wachsen, sich mit politischen und wirtschaftlichen Sachverhalten und Entwicklungen auseinander zu setzen, wenn er privat und beruflich keine Nachteile erleiden und auch in Zukunft am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben aktiv teilhaben möchte. Daher erscheint es besonders wichtig, Jugendliche und junge Erwachsene verstärkt an diese Themenfelder heranzuführen.

 

Wie kann Interesse geweckt oder verstärkt werden?

Wie kann Interesse geweckt oder verstärkt werden?

Direkte Betroffenheit kann ein Motor der Motivation sein. Wenn es gelingt, jungen Menschen zu verdeutlichen, dass die politischen und volkswirtschaftlichen Entwicklungen ihre Zukunft und damit ihre individuellen Gestaltungsmöglichkeiten unmittelbar beeinflussen, wird – schon aus Eigennutz – das Interesse an diesen Themenfeldern langfristig steigen.

 

Im Rahmen des schulischen Unterrichts oder einer Fortbildung können Rollen-, Plan- und Simulationsspiele helfen, dieses Bewusstsein zu schaffen, indem sie Einblicke und Einsichten in Inhalte und Zusammenhänge fördern. Dabei verhilft das individuelle Erleben den Spielern zu persönlichen Erfahrungen und dazu, sich ein eigenständiges Urteil über verschiedenste Sachverhalte zu bilden. Bei Planspielen bewegen sich die Akteure in einem fiktionalen Modell, das an reale Konflikt- und Entscheidungssituationen angelehnt ist. Die Spieler müssen Interessen gegeneinander abwägen, und sich, meist in der Gruppe und unter Zeitdruck, ergebnisorientiert gemeinsam entscheiden. So stärken Planspiele neben dem methodischen und fachlichen Wissen auch die sozialen und kommunikativen Kompetenzen der Beteiligten. Weiterhin sind sie besonders geeignet, systemisches und vernetztes Denken zu trainieren.

 

Warum ein Spiel zum Thema Haushalt und Finanzen?

Warum ein Spiel zum Thema Haushalt und Finanzen?

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg mit FidZ (Finanzen der Zukunft) ein Planspiel entwickelt, bei dem sich zwei Tage lang alles um die öffentlichen Finanzen und den öffentlichen Haushalt dreht.

 

Am Beispiel Hamburgs beleuchtet FidZ die politisch gewichtigen Aspekte dieser Bereiche, veranschaulicht deren volkswirtschaftliche Bedeutung und zeigt ihre langfristigen Auswirkungen auf die Zukunftsfähigkeit der Hansestadt auf. FidZ legt den Fokus auf die Haushaltspolitik, da sich in kaum einem anderen Politikfeld die Vernetzungen von Politik und Volkswirtschaft, also die Auswirkungen volkswirtschaftlicher Entwicklungen auf politische Entscheidungen sowie umgekehrt der Einfluss politischer Entscheidungen auf volkswirtschaftliche Entwicklungen, so umfassend, prägnant und lebensnah darstellen lassen wie in diesem Bereich. FidZ verdeutlicht, dass haushaltspolitische Entscheidungen weit in die Zukunft – also auch die der Spieler – wirken und zeigt die Wechselwirkungen zwischen Politik und Volkswirtschaft auf. Damit verstärkt FidZ gerade bei jungen Menschen das Bewusstsein, dass es notwendig ist, sich frühzeitig mit beiden Themenfeldern zu beschäftigen. Weiter »

 

Wer kann an FidZ teilnehmen?

Wer kann an FidZ teilnehmen?

FidZ ist für Schüler der Oberstufe allgemein- und berufsbildender Schulen sowie für Erwachsene geeignet. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. FidZ wird von ausgebildeten Trainern geleitet und an zentralem Ort gespielt. Weiter »