Was geschieht im Einzelnen an den zwei Spieltagen von FidZ?

 

 

Der erste FidZ-Tag

Der erste FidZ-Tag

Von der ersten Fraktionssitzung bis zur Verabschiedung des Haushaltes in der Bürgerschaft

 

Bürgerschaftspräsident, Bürgermeister, Oppositionsführer, Fraktionsvorsitzender, Haushaltsexperte, Medienvertreter u.s.w. – die Liste der Akteure am ersten Spieltag ist lang. Denn es gilt, die wesentlichen Elemente des parlamentarischen Prozesses der Haushaltsaufstellung nachzuvollziehen.

 

Der Tag beginnt mit den konstituierenden Sitzungen der Fraktionen der verschiedenen Parteien, es folgen die Koalitionsverhandlungen und eine Rede des Bürgermeisters, in der er vor der Bürgerschaft die Richtlinien seiner Politik erläutert.

 

Danach stellen Opposition und Senat getrennt voneinander ihre Haushaltsentwürfe auf. Auf Basis ihrer politischen Ziele sowie einer wirtschaftlichen und politischen Prognose für die zu planende Periode (5 Jahre) entscheiden sie darüber, wie viel Geld in die einzelnen Aufgabenbereiche der Öffentlichen Hand fließen soll und wie die geplanten Vorhaben zu finanzieren sind. Dabei müssen die Spieler, wie die Politiker in der Realität, einige Restriktionen beachten. So müssen gesetzliche Vorschriften und finanzpolitische Verpflichtungen eingehalten werden. Auch politische Besitzstände dürfen nur langsam auf- oder abgebaut werden.

Der Entwurf des Senats wird anschließend in der ersten Lesung in die Bürgerschaft eingebracht. Nach der Bürgerschaftsdebatte folgt die Überarbeitung des Entwurfs in den Ausschüssen, bevor er – am Ende des Tages – in der zweiten Lesung in der Bürgerschaft verabschiedet wird.

 

Mit dem eigens für FidZ entwickelten Simulationsmodell wird dann ermittelt, wie dieser Haushalt – unter den gegebenen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen – die Zukunftsfähigkeit der Hansestadt verändert.

 

Der zweite FidZ-Tag

Der zweite FidZ-Tag

Strategien entwickeln und Hamburg weit in die Zukunft führen

 

Am Beginn des zweiten Spieltages erarbeiten die Spieler in neu gebildeten Kleingruppen ihre haushaltspolitischen Grundpositionen. Sie setzen sich beispielsweise intensiv mit der Frage auseinander, welche Faktoren sie für die Stärkung der Zukunftsfähigkeit der Hansestadt als besonders wichtig erachten. Sie überlegen, welche Auswirkungen dies auf die Ausgabenstruktur ihrer zukünftigen Haushalte haben sollte und erörtern, wie sie zu der Aufnahme von Krediten stehen.

 

In mehreren aufeinander folgenden Perioden entscheiden die Spieler dann auf Basis der jeweiligen wirtschaftlichen und politischen Prognosen darüber, wie viel Geld in die einzelnen Aufgabenbereiche der Öffentlichen Hand fließen soll und wie die geplanten Vorhaben zu finanzieren sind.

 

Wie in der Realität bewegen sich die Spieler dabei nicht in einem statischen Umfeld, sondern müssen auf wechselnde Rahmenbedingungen reagieren. Verschiedene externe Einflüsse sorgen dafür, dass Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen werden müssen und fordern die Spieler heraus, die veränderte staatliche Budgetsituation spontan neu managen zu müssen.

 

Die Auswirkungen der Haushaltsentscheidungen auf zentrale zukunftsrelevante Größen – wie Bruttoinlandsprodukt, Erwerbstätigen- und Arbeitslosenzahlen, Schuldenstand und Lebensqualität – werden in einem eigens für FidZ entwickelten und programmierten makroökonomischen Simulationsmodell berechnet und auf anschauliche Weise dargestellt. Die zentralen Größen werden zu einem Zukunftsindex verdichtet, der wiedergibt, wie gut es jeder Gruppe gelungen ist, Hamburg fit für die Zukunft zu machen. Das Modell berücksichtigt – am Beispiel Hamburgs – die wesentlichen Wirkungsbeziehungen zwischen Staat und Wirtschaft in vereinfachter Form, so dass die kurz- und langfristigen volkswirtschaftlichen Folgen der getroffenen Entscheidungen für jede Gruppe direkt erfahrbar werden.

 

Jede Gruppe versucht, Hamburg so erfolgreich wie möglich in die Zukunft zu führen. Hierfür gibt es jedoch keine einfache und schon gar nicht nur eine Strategie, sondern jede Gruppe muss ihren eigenen Weg finden. Dafür muss sie Gegebenheiten und Handlungsoptionen richtig einschätzen, Zielkonflikte bewältigen und schnell, überlegt und zielorientiert handeln.